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Fliegende Wasserflaschen, Modelle im Windkanal und ein Sprachentest

KinderUni-Forschertag an der Hochschule Landshut am Buß- und Bettag

So startet man ein Katapult: die Raketen aus Papier flogen mehrere Meter weit
So startet man ein Katapult: die Raketen aus Papier flogen mehrere Meter weit

Lernen mal anders – das erlebten rund 50 Kinder aus Landshut und Umgebung beim Forschertag an der Hochschule Landshut. In verschiedenen Gruppen konnten die Kinder am Buß- und Bettag an einer Campus-Rallye teilnehmen, Modellautos im Windkanal testen, Raketen abschießen oder einen Murmel-Stirling-Motor bauen. Bei der Campus-Rallye schauten die Kinder in nahezu allen Bereichen der Hochschule vorbei: im Sprachenzentrum stellten sie fest, dass die Studierenden elf verschiedene Sprachen erlernen oder vertiefen können, lernten mit Stäbchen Essen, suchten in der Bibliothek aus 86.000 Büchern ein Sachbuch „Lernen und Denken“ heraus oder besichtigten einen elektrobetriebenen Rennwagen. Auch Labors und Werkstätten statteten die Kinder einen Besuch ab.

Wissenschaft zum Anfassen

Etwas Angst um die Finger der jungen Besucher/Innen hatte Prof. Dr. Tim Rödiger: in seiner Technik- und Informatikwerkstatt bauten die Kinder ein Auto aus Styropor, um die Aerodynamik des Modells später im Windkanal zu testen. Extra deshalb hatte Prof. Rödiger Handschuhe und nicht ganz so scharfe Messer besorgt. Die Styropor-Karosserie durften die jungen Forscher/Innen mitnehmen, „Aerodynamik für zu Hause“, sagte Prof. Rödiger. Großen Spaß hatte auch die Gruppe bei M.Eng. Korbinian Nachtmann: sie bauten einen Murmel-Stirling-Motor aus einem Reagenzglas, etwas Holz und einer Glasspritze. Am eigenen Modell erfuhren die Kinder ab zehn Jahren, wie der Motor auf einfachste Weise Wärme in mechanische Arbeit umwandeln kann.
Großes Staunen gab es in der Gruppe von Prof. Dr. Barbara Höling und Prof. Dr. Peter Siegel: sie bauten Raketen. Im Labor sprangen die Kinder begeistert auf eine Wasserflasche und sorgten so für den Antrieb der selbstgebastelten Papierraketen. Im Freien kannte die Spannung keine Grenzen: mit einer Luftpumpe und einer Abschussvorrichtung setzten die Kinder Raketen in Form einer zum Teil mit Wasser gefüllten Flasche in Bewegung. Weit über den Campus flogen die Flaschenraketen, in unberechenbaren Flugbahnen. Erkenntnis von Prof. Dr. Siegel nach einem spannenden Vormittag: die Kinder sind wissbegierig und gescheit und hatten viel Spaß.

So startet man ein Katapult: die Raketen aus Papier flogen mehrere Meter weit
Nicht immer blieben alle trocken: im Freien schossen die Raketen unberechenbar schnell weit in die Höhe
Im Windkanal testeten die Kinder ihre Styropormodelle auf Aerodynamik
„Aerodynamik für zu Hause“ – die selbstgebauten Modelle konnten die Kinder am Ende mitnehmen
So isst man mit Stäbchen! Der Leiter des Sprachenzentrums Bernhard Osterkorn zeigte den Kindern, wie es funktioniert
Anhand eines Murmel-Stirling-Motors erfuhren die Kinder, wie ein Motor Kraft in Wärme umwandelt