Zum Hauptinhalt springen
Institute for Data and Process Science

PhyLFlex

Physikbasiertes, lernfähiges Energiemanagement zur Sektorenkopplung und Verteilnetzflexibilisierung

Projektdauer

01.04.2025 - 31.03.2028

Förderprogramm

Anwendungsorientierte nichtnukleare FuE im 8. Energieforschungsprogramm der Bundesregierung

Förderkennzeichnung

03El6134A

Gefördert durch

Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz

SDG

Beteiligte Personen

Gesamtprojektleitung :
Prof. Dr. Maren Martens

Institute for Data and Process Science

PhyLFlex

Physikbasiertes, lernfähiges Energiemanagement zur Sektorenkopplung und Verteilnetzflexibilisierung

Im Forschungsprojekt PhyLFlex arbeitet die Hochschule Landshut zusammen mit der Technischen Universität München, der Siemens AG, der ÜZW Energie AG und weiteren assoziierten Partnern daran, die Resilienz und Effizienz von Verteilnetzen in Deutschland durch die Entwicklung und Implementierung fortschrittlicher Gebäude-Energie-Management-Systeme (GEMS) zu verbessern. Ziel ist es, durch den Einsatz effektiver GEMS den Energieverbrauch zu optimieren, wodurch die Netzstabilität sichergestellt werden soll, ohne die Stromnetze in unnötigem Ausmaß ausbauen zu müssen.

Angesichts der steigenden Anforderungen an Stromnetze durch den Ausbau erneuerbarer Energien wie Photovoltaik und der zunehmenden Nutzung von Elektrofahrzeugen und Wärmepumpen, werden intelligente Lösungen zur Laststeuerung und Netzflexibilisierung immer wichtiger. In PhyLFlex werden durch die Kombination von physikalisch basierten Modellen mit modernen Machine-Learning-Methoden wie Reinforcement Learning (RL) innovative GEMS entwickelt, die sich selbstständig an unterschiedliche Gebäudetypen und Netzbedingungen anpassen und somit wesentlich zur Optimierung des Energieverbrauchs beitragen können. Die entwickelten Lösungen werden in realen Umgebungen getestet und kontinuierlich verbessert, um sicherzustellen, dass sie nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch anwendbar sind. PhyLFlex trägt damit maßgeblich zur Reduzierung von Netzausbaukosten bei und fördert die Integration erneuerbarer Energien, was die Energiewende beschleunigt und die Versorgungssicherheit erhöht.

Das Teilprojekt der Hochschule Landshut widmet sich dabei insbesondere der Entwicklung eines RL-basierten GEMS und der Integration dessen mit einem auf konvexer Optimierung basierenden GEMS hin zu einem intelligenten GEMS, das physikalische Gesetze von Energieerhaltung und Energieflüssen innerhalb eines Gebäudes integriert.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) im Rahmen des 8. Energieforschungsprogramms der Bundesregierung für drei Jahre finanziell gefördert.

Hochschule Landshut (frei nutzbar bei Quellenangabe)